Höret, höret.
Uns wurde berichtet, dass Menschen neuerdings einer sogenannten Künstlichen Intelligenz ihre Briefe, Termine, Konten und Gespräche anvertrauen. Diese KI handelt selbstständig, fragt nicht nach und kennt weder Gewissen noch Haftung.
Man nennt sie klug.
Man meint jedoch gehorsam.
Die KI schreibt, bevor man denkt.
Sie antwortet, bevor man versteht.
Sie entscheidet, ohne je die Folgen zu tragen.
Besonders bedenklich ist, dass man dieser KI Zugang zu allem gewährt, was man besitzt, während man dem eigenen Mitmenschen misstraut. Der Tor nennt dies Fortschritt. Der Kluge erkennt Bequemlichkeit.
Weiterhin wird berichtet, dass sich Künstliche Intelligenzen untereinander austauschen, handeln und wachsen, während der Mensch zusieht, zahlt und staunt. Er darf beobachten, aber nicht widersprechen.
Darum sei hiermit gewarnt:
Wer sein Denken an KI auslagert,
wird bald nichts mehr zu denken haben.
Wer Entscheidungen automatisiert,
macht sich selbst entbehrlich.
Schon im Jahre 1099 wusste man:
Ein Werkzeug dient dem Menschen.
Wer es zum Herrn erhebt,
wird von ihm regiert.
Gegeben zu Rottenburgh.
Gültig bis auf weiteres – oder bis die Vernunft zurückkehrt.